Pünktlich mit dem Eintreffen am Parkplatz der Lünerseebahn beginnt es zu regnen. Wir ziehen uns regenfest an. Nach etwa 20 Minuten ist der Spuk vorbei und beim Aufstieg über den „Bösen Tritt“ wird es in der Sonne schnell warm. Also Regenschutz wieder runter. Dieses wechselhafte Wetter wird uns noch das gesamte Wochenende begleiten.
Am See werden wir mit Regen und starken Windböen begrüßt, daher gehen wir zügig weiter: Zuerst ein Stück am See entlang, bevor der Anstieg zur Hütte beginnt. Unser Ziel ist die Totalphütte auf 2385 Metern. In der Hütte angekommen heißt es zunächst aufwärmen, Regenkleidung trocknen und uns stärken.
Karge und reizvolle Felslandschaften im Rätikon
Nach einer kurzen Lagebesprechung brechen wir wieder auf, wir wollen zur Schesaplana auf 2964 Meter. Der Weg führt uns durch eine karge, aber dennoch (oder gerade deshalb) äußerst reizvolle Felslandschaft. Über Fels, Schotter und Geröll geht es beständig bergauf. Doch nach einer guten Stunde geben wir dem Wetter und den Verhältnissen nach und kehren um. Unseren Gipfel haben wir heute bereits auf rund 2700 Meter erreicht.
Zurück auf der Hütte bleibt Zeit zum Erzählen, Lesen, Lachen oder auch ein Schläfchen, bis das Abendessen serviert wird. Wir hatten doch alle vegetarisch gewählt, nicht wahr?Am Sonntag wählen wir nicht den direkten Abstieg, sondern steigen zur Gamsluggen auf und gehen südlich an den Kanzelköpfen und dem Lünereck entlang. Der Plan ist, unterhalb der Kirchlispitzen weiter bis zum Schweizertor zu gehen und über den Rätikon-Höhenweg zurück bis zum Lünersee. Doch auch heute müssen wir dem Wetter Tribut zollen und so wählen wir die kürzere Variante über das Gafalljoch, um zum See abzusteigen.
Regenkleidung trocknen, dann Abstieg
In der Douglasshütte heißt es nochmals aufwärmen, Regenkleidung trocknen und uns stärken. Der Blick auf den Lünersee bleibt verregnet. Der Abstieg zum Parkplatz erfolgt wieder über den „Bösen Tritt“.
Das Wetter verabschiedet uns, wie es uns empfangen hat, nämlich wechselhaft: Den DAV Bus erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein.
Unser Fazit: Es muss nicht immer perfektes Wetter sein. Jedoch haben wir an diesem Wochenende unser Kontingent an "umziehen" um ein Vielfaches verbraucht.
Bericht: Sandra Dollmann
Fotos: Helmut Kaumeier