Eine Gruppe des DAV Nördlingen war im Mai auf Klettersteigtour im Salzkammergut. Dem Wetter war geschuldet, dass man am 1. Tag auf eine Klettersteigbegehung verzichtete und stattdessen eine Wanderung zur Plomberghütte mit toller Aussicht auf den Wolfgangsee wählte. Anschließend bezog man die Zimmer in der Pension Leprich in der Nähe von Bad Goisern.
Am 2. Tag erlaubte relativ trockenes, wenngleich recht kühles Wetter die Begehung von immerhin vier kürzeren Klettersteigen am „Predigtstuhl“: Als „Warm-Up“ diente der „Boulder-Klettersteig“ (B, 5hm), an den sich der wunderschön angelegte „Mein-Land-Dein-Land-Steig“ (C, 80hm) anschloss, der mit der Durchquerung einer Felsspalte begann, dann die Klettersteigler aber mit einer Querung forderte, die weitgehend auf Reibung zu bewältigen war, was sich wegen der nassen Wand als nicht ganz einfach erwies.
Der darauffolgende „Leadership-Klettersteig“ (C, 100hm) führte die Gruppe auf den Predigtstuhl. Ein längerer Abstieg, der wegen des nassen, rutschigen Untergrunds ebenfalls wieder volle Konzentration erforderte, mündete in einen Felstunnel, an dessen Ende nochmals der kürzere, aber sehr ausgesetzte „Höhenweg-Klettersteig“(C, 40hm) zu bewältigen war. Nach dem Abstieg belohnte sich die Gruppe mit einer Einkehr in einer urigen Almwirtschaft.
Programmänderung wegen wechselhaftem und regnerischen Wetters.
An Tag 3 stand wegen des konstanten Mairegens bei Februartemperaturen wieder eine Wanderung auf dem Programm, und zwar dieses Mal in die großartige Schlucht „Waldbachstrub“ zu den Wasserfällen, die am „Gangsteig“ gerade wegen des Regens erhöhte Trittsicherheit erforderte. Vorbei an tosenden Wasserfällen und Tobeln stieg man zum Waldbachursprung auf. Auf dem Rückweg ließ man sich den wild-romantischen „Gletschergarten“ nicht entgehen. In Hallstadt angelangt wärmte man sich in einem Café auf und durchstreifte anschließend in einer Regenpause das malerische Städtchen.
Zum 4. Tag hatte sich die Wetterlage wieder beruhigt, sogar die Sonne ließ sich immer wieder blicken. Deshalb schlug Uli den „Drachenwand-Klettersteig“ (C, 400hm) vor. Erfreulicherweise war der Fels trocken und stellte die Gruppe auch nicht vor größere Herausforderungen. Der Steig bot immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den Mondsee und die ihn umgebenden Berge. Die Anstrengungen wurden wie schon an den Vortagen am Gipfelkreuz mit einem leckeren Selbstgebrannten aus Richards Portfolio belohnt. Allerdings wartete auf die Teilnehmer noch ein anspruchsvoller Abstieg. Vor der Heimfahrt ließ die Gruppe die Tour im Gasthaus „Drachenwand“ ausklingen und dankte Uli und Uschi für die vorbildliche Organisation.
Teilgenommen hatten: Lothar, Gerhard, Uli, Uschi, Richard und Heinz