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Absamer Klettersteig - Bettelwurfhütte (2.077 hm)

Absamer Klettersteig - Bettelwurfhütte (2.077 hm)

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Am letzten Freitag im Juli 2018 machten sich neun klettersteigbegeisterte Mitglieder des DAV in das Inntal nach Absam auf.


Ziel für den ersten Tag der dreitägigen Tour war die Bettelwurfhütte auf 2.077m. Zunächst ging es bei sonnigem Wetter und hohen Temperaturen durch das Halltal nach oben bis zum Einstieg des Klettersteigs. Trotz des kurzen Zustiegs hat der Kettersteig gewaltigen Alpincharakter – fast 1.000 Klicks (Umhängen des Klettersteigsets) sind nötig um nach ca. 1.300 Klettermetern und genau 600 Hm den Ausstieg zu erreichen. Obwohl das Gestein nicht immer ganz kompakt ist, wurde von den Erbauern eine tolle Linie durch die mächtige Plattenwand gelegt. Ein Highlight des Klettersteigs ist eine Schluchtüberquerung an drei gespannten Seilen, bei der absolute Schwindelfreiheit gefragt ist. Mit seinen schöne Steilpassagen, originellen Klemmblöcken und einer beträchtlichen Anzahl an Höhenmetern bietet der Absamer Klettersteig ein stimmiges Gesamtpaket. Lediglich das Wetter machte uns ab dem Ausstieg des Kettersteigs bis hin zur Bettelwurfhütte einen Strich durch die Rechnung. Während im Tal und daheim in Nördlingen die Sonne vom Himmel brannte, wurden wir von einem ordentlichen Regenschauer überrascht. Ordentlich durchnässt kamen wir an der Bettelwurfhütte an, wo wir aber gut aufgenommen wurden und ein reichhaltiges Essen serviert bekamen. Von der Hütte aus hat man einen einzigartigen Blick in das Inntal, das sich nachts in ein Lichtermeer verwandelt. Gekrönt wurde die Nacht durch eine totale Mondfinsternis, die man trotz einigen Wolken beobachten konnte.

Am Samstagmorgen machten wir uns auf den Weg zum kleinen Bettelwurf, der mit seinen 2.650m unser erstes Tagesziel war. Bis zur Scharte zwischen den beiden Bettelwürfen ist die Route nur sparsam versichert. Der Aufstieg über Felsbänder, Risse und Verschneidungen allerdings auch nicht sehr anspruchsvoll. Nach einer kurzen Genusspause auf dem Gipfel ging es weiter zum großen Bettelwurf auf 2.725m. Der Klettersteig wartet mit zahlreichen rassigen, oft senkrechten Passagen der Schwierigkeit D am luftigen Grat auf. Nach dem abwechslungsreichen Aufstieg folgt ein prächtiges Gipfelpanorama vom zweithöchsten Gipfel des Karwendels. Der Abstieg über den versicherten Eisengattergrat führt das Klettersteigerlebnis aussichtsreich zum Ende. Auch das Wetter meinte es an diesem Tag, bei angenehmen Temperaturen und zumeist Sonnenschein, gut mit uns. Zurück auf der Bettelwurfhütte ließen wir den Abend gut gestärkt bei ein paar geselligen Runden „Mäxle“ gemütlich ausklingen.

Der dritte und letzte Tag unserer Tour führte uns westwärts zum Lafatscherjoch, das in etwa auf Höhe der Bettelwurfhütte liegt. Der Höhenweg dorthin bescherte uns durchgehend einen einzigartigen Ausblick in das Inntal. Diesen genossen auch zahlreiche Alpengämse, die wir in einer großen Herde von etwa 30 Tieren entdeckten. Vom Lafatscherjoch geht es einen steilen Doppel-S-förmigen Weg durch Latschen nach unten. Auf der Höhe von 1.622 m zeigen Wegweiser u.a. nach Osten und verweisen auf den Hirschbadsteig durch den Issanger nach St. Magdalena. Der Weg dorthin führt auf einem abenteuerlichen, aber gut präparierten Weg durch Wald und Wiesen zum ehemaligen Koster. Nach einer Stärkung vor dem Gasthaus in St. Magdalena traten wir den Heimweg zum Parkplatz und zurück nach Nördlingen an.


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