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Auf dem Bild (von links): Uli Büringer, Sabine Flügel, Judith Härtle, Martina Strobel, Uschi Büringer, Christian Flügel, Hans Härtle.
Auf dem Bild (von links): Uli Büringer, Sabine Flügel, Judith Härtle, Martina Strobel, Uschi Büringer, Christian Flügel, Hans Härtle. Bild: Ulrich Büringer

Eine Bergwanderwoche am Comer See

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Eine Bergwanderwoche am Comer See vom 26. Mai bis 02. Juni 2018
DAV Sektion Nördlingen , vorbereitet durch Uli und Uschi Büringer.

 

Sieben Teilnehmer sind gerne der Einladung von Uschi und Uli Büringer gefolgt und verbrachten vom 26. Mai bis zum 02. Juni eine herrliche Wanderwoche in der Lombardei am Comer See.

Wir starten pünktlich um 4.30 Uhr am Vereinsheim, Richtung Bodensee, Bregenz und erreichen um 8.00 Uhr unser erstes Ziel, den Julierpass mit einer Scheitelhöhe von 2284 m. Hier beginnen wir unsere erste Wanderung zum Joch Greva Salvas. Bei Kaiserwetter und herrlicher Sicht geht es über Schneefelder Richtung Joch. Nach 250 Höhenmeter, am See Greva Salvas, heißt es umdrehen. Fast nur noch Schnee, der immer weicher wird und uns bis zu den Knien einsinken lässt, und Gamaschen hat leider nur Uli dabei.

Wir verlassen die europäische Wasserscheide und fahren den Pass hinunter. Ein Stopp an einem kleinen See. Wir vertreten uns die Füße und wandern zum Filmdorf von Heidi und Peter und schreiben 150 Höhenmeter auf unser Konto. Herrlich schöne alte Häuser zum Anschauen und eine Landschaft zum Verlieben. Wir trennen uns vom Dörfli und fahren in unsere Ferienwohnung in Colico direkt am Ostufer des Comer Sees.

Am Sonntag fahren wir zum Nordende des Sees und ersteigen nach einer rasanten Serpentinenfahrt den Monte Berlinghera 1930 m. Auf dem Gipfel erwartet uns ein herrlicher Blick auf die Bergketten zwischen Splügenpass und den Höhen um Como. Die Sicht auf tief eingeschnittene Täler und hohe Berge lässt uns staunen (Val Codera, Val Ratti, Mte. Legone, Pizzo Stella). Ein Überrest eines Unterstandes aus Kriegszeiten macht uns nachdenklich.

Am Montag früh fahren wir ca. 10 Min. nach Robustello, dem Startpunkt der Wanderung zum Torre die Fontanedo. Los geht’s, bestückt mit Regenhosen und Schirmen, leicht bergan, ein schöner Waldweg, zur Befestigungsanlage, mit etlichen erhaltenen Gebäude und einem angelegten Gemüsegarten.
Trotz Regen, der langsam nachlässt, haben wir eine gute Sicht auf Colico.

Es ist noch früh am Tage und so entscheiden wir uns für eine weitere Wanderung. Die Sonne kommt heraus und wir fahren ca. 40 Min. nach Borgonuovo zum Wasserfall Acqua Fraggia. Atemberaubend. Der Wasserfall hat seinen Namen zurecht. Acqua Fraggia bedeutet, ein Wasser das immer wieder von Wasserfällen unterbrochen ist. Am Bergbach entlang, der den gleichen Namen trägt, geht es steil aufwärts. Unser Weg führt über 2.886 Treppen, ein kunstvoll angelegter Mulipfad, zum malerischen Bergdorf Savogno 932 m. An dem zum Rifugio umgebauten ehemaligen Schulhaus, genießen wir Vino, Birra, Coke, Aqua und unsere restlichen Riegel aus dem Rucksack. Die Sonne bleibt uns treu und wir gehen wieder abwärts und halten am Tosbecken noch einmal inne und lauschen den tosenden Wassermassen.

Unseren vierten Tag beginnen wir mit einer Fahrt nach Novate Mezzola, 208 m, der Startpunkt zur Wanderung ins Val Codera. Ein freundlicher Mezzolaner weißt uns den Weg durch den Ort, und hat ein Schmunzeln im Gesicht bezüglich unserer Regenschirme. Es geht steil bergan, durch Wiesen und Kastanienwäldern, auf den alten Pfaden der Bergbauern, zum noch bewohnten Bergdorf Codera. Gleich am Ortsanfang erwartet uns eine Osteria, ein freundlicher Wirt, der Hund Peggy, eine gute Brotzeit aus Schinken, Salami, verschiedenem Käse und Brot. Vino und Birra sind auch zu haben.
Der Regen hat aufgegeben und wir genießen eine lange Mittagspause bei Sonnenschein.
Nach einem Rundgang durch den Ort, wandern wir auf dem Traccilino, ein Walweg der als Wasserzufuhr für das Kraftwerk im Tal La Ratti gebaut wurde, talwärts. Die Wolken werden immer dunkler und so verkneifen wir uns den beschriebenen Tunnel und steigen zum Bergdorf San Giorgio ab. In steilen Kehren geht es weiter abwärts, zurück zum Parkplatz.

Am fünften Tag fahren wir nach Domaso, an die Westseite des Sees. Starten bei Sonnenschein durch den Ort Domaso, rechts um den Sasso Pelo (910m) nach Livo, 600 Höhenmeter aufwärts auf Asphalt, Treppen, auch ein paar schöne Weg sind dabei. Mittags sind wir in Grotta Dangri. Wir suchen uns einen schönen Rastplatz am Wasser, genießen die Sonne und lassen es uns gut gehen. Der Rückweg geht über Livo nach Peglio über Segna wieder nach Domaso.
Pünktlich zur Heimfahrt beginnt es zu regnen, Blitz, Donner. und Regen. Hatten wir Glück.

Am nächsten Morgen ist es trüb, Wolken, die ganze Nacht hat es geregnet. Wir fahren an die Westseite des Sees nach Menaggio, steigen vom Parkplatz 300 Höhenmeter zum Rifugio Menaggio auf. Für den weiteren Aufstieg zum Monte Grona trennen wir uns. Unsere zwei U’s gehen links zum Einstieg des Klettersteiges Ferrata del Centenario 720 m. Wir 5 nehmen den leichteren Anstieg über den Direttisimo Weg zum Gipfel, 1736 m, eine tolle Kraxelei. Beim Abstieg überrascht uns ein Gewitter mit Hagelgraupel. Wir suchen kurz Schutz in einer kleinen Nische. Hoffentlich waren unsere zwei U’s schon aus dem Klettersteig! Die Sonne kommt wieder raus. Immer wieder kurze Stopps um die Aussicht zu genießen, und so gehen wir zügigen Schrittes talwärts zum Parkplatz.

An unserem letzten Wandertag geht’s zum Monte Legnoncino, 500 Höhenmeter.
wir fahren nach Artesso, an der Nordostecke des Sees. Und beginnen den ersten Anstieg
250 Höhenmeter bis zum geschlossenen Rifugio Bellano. Der weitere Weg führt uns durch Wald bergan, immer wieder Zeitzeugen des Krieges, Schützengräben und Stollen begleiten uns. Der Direttisimo Weg führt uns zum Gipfel. Wolken verhindern immer wieder freie Sicht. Auch der große Bruder des Legnoncino, der Monte Legnone (2609m) bleibt hinter Wolken verborgen. Dieser Gipfel kommt bestimmt in Uli’s nächste Planung.
Kurz unterm Gipfel, ein Stollen, ein weiterer Zeitzeuge der Kriegszeit.
Wir beginnen den letzten Abstieg dieser Woche, das stimmt schon etwas wehmütig.

Samstag, 6.00 Uhr Frühstück, 7:00 Uhr auschecken und Abfahrt. Wir nehmen Abschied. Fahren Richtung Lago di Piano, sehen unseren Gipfel Monte Grona nochmal von unten, war schon schön da oben. Um 8:20 ist der Lugano See in Sicht. In Lugano flanieren wir eine Stunde am See entlang und durch die Fußgängerzone zurück, wo wir feststellen, dass wir eine Handtasche um 4.000 Franken nicht benötigen.
Wer hätte gedacht, dass Uli so einen Spaziergang zum Auslaufen aussucht.
16.00 Uhr, Berger Wiese, alles gesund wieder zurück.

Die Landschaft am und um den Comer See beeindruckte uns jeden Tag aufs Neue. Herrlich lichte Wälder mit vielen Laubbäumen und vielen Kastanien, von denen früher die Bewohner oft ihren Lebensunterhalt bestritten. Der Ginster sticht mit seinen hellen gelben Blüten heraus. Die Flora zeigt auf allen Höhen herrliche Blüten, satt und kräftig in Farbe und Wuchs. Eine geballte Lebenskraft. Die Wege kann man nur loben, jeden Tag wandern wir auf gepflegten Wegen, ob steil mit Treppen oder flach auf weichem Waldboden, sie führten uns immer gut an unser Ziel. Wir bestaunen die Bauweise der alten Steinhäuser, kommen über kraftvolle Steinbrücken. Unsere Abende lassen wir beim Baden im See ausklingen und genießen jeden Tag eine gute italienische Küche mit Riesen-Pizzas und natürlich Gelato in vielen Sorten. Eine Woche mit 5.000 Höhenmetern, die einfach nur schön war, trotz Regen.

Übersicht:

Samstag               1              Julierpass                                    250 Hm
                               2              Heididorf,                                     150 Hm

Sonntag               3              Monte Berlinghera                     726 Hm

Montag                4              Torre di Fontanedo                     243 Hm
                              5               Acqua Fraggia                            648 Hm

Dienstag              6              Val Codera                                    890 Hm

Mittwoch             7              Val Livo, Grotto Dangri               600 Hm

Donnerstag         8               Monte Grona                               720 Hm

Freitag                 9               Monte Legnoncino                      500 Hm

Samstag             10             Lugano                                           100 Hm

 

„Wir leben in der Zeit, der Übergang von der Gegenwart
 in die Zukunft ist die Erwartung“
also warten wir auf die Tour im nächsten Jahr.


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