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Der DAV kann Jugend

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Junge Menschen treffen sich regelmäßig zum Bouldern im Vereinsheim des Deutschen Alpenvereins in Nördlingen. Sie erzählen, was sie daran begeistert.
Gemütliche Wanderungen durch die Berge, Kaffeefahrten in schöne Landschaften und Skifahrten im Winter – der Deutsche Alpenverein (DAV) wird oftmals mit ruhigeren Sportarten in Verbindung gebracht. Allerdings steckt viel mehr dahinter, das zeigt ein Besuch bei der Jugend des Deutschen Alpenvereins in Nördlingen.
Noah Oppel, Paul Greß, Christina Baderschneider, Leonie Stumpf, Daniel Herold und Sebastian Deffner, die sechs Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren, treffen sich fast wöchentlich im Vereinsheim des DAV am Sportplatz Berger Wiese in Nördlingen. Dort können sie sich an der Boulderwand austoben oder reden manchmal einfach. Es sei nicht so gezwungen, wenn man hierher komme, sagt Christina.

In anderen Sportarten gebe es oft einen strikten Trainingsplan. Bei der Jugendabteilung des DAV hingegen sei das lockerer. Es werde zwar ein Kurs angeboten, aber den Inhalt können die Jugendlichen fast selbst bestimmen. In erster Linie gehe es aber ums Bouldern. Der Unterschied zum Klettern sei, dass an der Wand nicht in die Höhe geklettert werde, sondern seitlich. Außerdem hängen die Jugendlichen ohne Sicherung an der Boulderwand. Das sei aber nicht gefährlich, da man sich nicht einmal drei Meter über weichen Matten befinde. „Das Schlimmste am Bouldern ist vielleicht, dass man Brandblasen bekommt“, sagt Sebastian.
Der 16-Jährige hat vor acht Jahren angefangen. Dann brachte er Paul Greß mit, der wiederum Christina und Leonie, und zuletzt sind Noah und Daniel zur Gruppe gestoßen. „Wir sind befreundet, und da ist das auch wie ein Treffpunkt für uns alle“, sagt Christina. Am liebsten spielen die sechs Jugendlichen das Absteckspiel. Der erste bouldert eine bestimmte Route und klebt dann einen Kletterstein ab, den der Nächste nicht mehr benutzen darf.

Die Boulderwand an der Berger Wiese ist aber nur ein kleiner Teil, den der DAV Freizeitsportlern anbietet. Die Jugendreferentin Sabine Flügel sagt, dass es im Winter mindestens ein Skiwochenende gebe und im Sommer auch mal einen Besuch im Hochseilgarten. Ein Höhepunkt für Jugendliche sei die Survival-Tour gewesen. Da haben sich Jugendliche mit Rucksäcken und Marschgepäck getroffen, in die Wildnis im Ries gewagt und in einem Zelt in der freien Natur übernachtet. Solche Angebote würden zeigen, dass die Klischees vom langweiligen Wanderverein widerlegt seien. „Wir sind ein richtiger Outdoorverein“, sagt die Jugendreferentin. Sabine Flügel hat selbst zwei Kinder und sieht die Entwicklung der heutigen Jugend durchaus etwas kritisch. Viele beschäftigen sich lieber mit dem Smartphone oder der Playstation. Aber Bewegung und frische Luft seien wichtig für die Kinder, und gerade das Handy könne in Freizeitaktivitäten miteingebaut werden. „Das Wichtigste ist aber, dass man die Jugendlichen motiviert und mitnimmt und ihnen nicht einfach sagt, geh mal raus“, sagt Sabine Flügel.

Für die sechs Jugendlichen aus Nördlingen steht eines im Mittelpunkt: der Spaß. Solange sie den hätten, würden sie gerne ins Vereinsheim an der Berger Wiese kommen. „Hier ist es einfach chillig“, sagt Paul Greß.

(Quelle: Rieser Nachrichten)

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